Verkehrsunfall

Verkehrsunfall

Das Verkehrsunfallrecht ist gerade in den letzten 15 Jahren derart komplex geworden, dass die erfolgreiche und optimale Vertretung nur durch einen spezialisierten und erfahrenen Fachanwalt erfolgen kann; andernfalls kann dies auf Kosten Ihrer Ersatzansprüche gehen!

Verkehrsunfall und Schadensersatz

Schadensersatz / Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall

Spezielle Kenntnisse hinsichtlich Art und Umfang Ihrer Ansprüche sind für den Schadensersatz beim Verkehrsunfall unerlässlich. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie mit weniger abgespeist werden, als Ihnen nach dem Gesetz zusteht.
Es gibt Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld, Sachschaden, z.B. am Fahrzeug, Mietwagenkosten, Nutzungsausfallschaden, Haushaltsführungsschaden. weiteregehende Ausführungen finden Sie unten auf der Site.

Anwalt für Verkehrsrecht nach einem Verkehrsunfall

Häufig werden Schadensposten von der gegnerischen Versicherung „vergessen“. Dem Laien fällt dies nicht auf, da er um ihre Ersatzpflicht gar nicht weiß (merkantiler Minderwert, fiktiver Haushaltsführungsschaden usw.). Soweit Sie an dem Unfall nicht oder nicht überwiegend schuld sind, muss der Gegner bzw. dessen Versicherer Ihren Anwalt bezahlen. Sie haben also kein Kostenrisiko und müssen sich nicht selbst um alles kümmern. Das Verkehrsrecht hat sich gerade in den letzten Jahren zu einer derart komplexen Materie entwickelt, dass ein Spezialist unentbehrlich ist.

Die gegnerische Versicherung bietet oftmals eine freundliche, schnelle und unkomplizierte Regulierung an. Aber Vorsicht! Es ist die Versicherung Ihres Gegners! Im Falle einer nicht einvernehmlichen Scheidung werden Sie wohl kaum die Rechtsvertretung Ihres Partner fragen, was Sie zu tun haben und was Ihnen zusteht, oder? Genauso liegt der Fall hier.

Fahrzeugschaden

Unter den Begriff Fahrzeugschaden fallen sämtliche Schäden, die unmittelbar an dem Unfallfahrzeug entstanden sind. Zu differenzieren ist grundsätzlich danach, ob eine Wiederherstellung (Reparatur) möglich ist oder ob ein so genannter „Totalschaden“ vorliegt.

Ein so genannter „Reparaturschaden“ liegt dann vor, wenn die Wiederherstellung des früheren Zustandes technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Grundsätzlich ist der Geschädigte frei in seiner Entscheidung, wenn der Reparaturaufwand den Wiederbeschaffungsaufwand nicht übersteigt. Er hat das Wahlrecht, ob er das Fahrzeug reparieren lässt und die tatsächlich entstandenen Kosten vom Schädiger verlangt (konkrete Abrechnung auf Basis einer Reparaturkostenrechnung) oder ob er auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens, unabhängig von seinen tatsächlichen Aufwendungen, fiktiv seinen Schaden abrechnet (Abrechnung auf Gutachtenbasis).

Meist ist es unproblematisch, wenn der Geschädigte das Fahrzeug in einer Werkstatt reparieren lässt und auf Basis der Werkstattrechnung abrechnet. Es sind dabei jedoch folgende Grundsätze und Ausnahmen zu beachten. Die kalkulierten Reparaturkosten dürfen den Wiederbeschaffungswert nicht mehr als 30 % übersteigen. Ausnahmen hiervon kann es nur bei Sonderfahrzeugen, zum Beispiel Oldtimern geben. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Geschädigte sein Interesse an der Integrität des Fahrzeugs durch eine vollständige und fachgerechte Reparatur, die sich an den Vorgaben des Gutachtens zu orientieren hat, dokumentiert. Kann er diesen Nachweis nicht erbringen, fällt er zurück auf den Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert). Der Nachweis muss auch nicht zwingend durch Vorlage einer Rechnung geführt werden. Auch eine vollständige und fachgerechte Reparatur in Eigenregie sowie der entsprechenden Nachweis, zum Beispiel an Hand von Fotos, kann ausreichen. Oftmals verlangt die gegnerische Versicherung das Kraftfahrzeug nach zu besichtigen; dies ist ebenfalls eine Möglichkeit der Beweisführung. Ob dies im Einzelfall sinnvoll ist, sollte mit Ihren Verkehrsanwälten bzw. mit Ihrem Fachanwalt für Verkehrsrecht abgestimmt werden.

Wenn die Werkstattrechnung höher ausfallen sollte, als ursprünglich vom Gutachter geschätzt, ist diese trotzdem zu erstatten (Prognose -und Werkstattrisiko). Das Prognoserisiko ist eben vom Schädiger zu tragen. Ferner können „Abzüge neu für alt“ vorgenommen werden, wenn die Reparatur zu einer Erhöhung des Fahrzeugwertes führte. Von Relevanz ist dies meist nur bei älteren Fahrzeugen und bei Teilen, welche recht kurzlebig sind bzw. schnell verschleißen.

Soweit fiktiv auf Gutachtenbasis abgerechnet wird, erhält der Geschädigte nur die netto Reparaturkosten. Die Versicherer versuchen im Falle der fiktiven Abrechnung auch weitere Kürzungen der sich aus dem Gutachten ergebenden Beträge vorzunehmen. Abzüge werden oftmals vorgenommen für Verbringungskosten, UPE-Zuschläge oder bei unterschiedlichen Lohnkosten. Oftmals verweist der Versicherer auf eine Werkstatt – manchmal Vertragspartner des Versicherers – die günstiger ist. Ob und in welchem Umfange solch ein Verweis und die damit einhergehenden Abzüge rechtens sind, ist Sache des Einzelfalls und derart komplex, dass es den hiesigen Rahmen sprengen würde.

Ihr Verkehrsrechtsanwalt wird Sie zum Thema Fahrzeugschaden im Einzelnen beraten.

Wertminderung

Sofern trotz vollständiger und fachgerechte Reparatur das Kraftfahrzeug aufgrund des Umfangs des Schadens nunmehr als Unfallfahrzeug einzustufen ist, steht dem Geschädigten ein Anspruch auf Ersatz der Wertminderung zu.

Dies daher, da ein Kraftfahrzeug trotz ordnungsgemäßer Reparatur bei einem Weiterverkauf geringer bewertet werden wird als ein unfallfreies Fahrzeug. Die Differenz zwischen diesem Wert und demjenigen, den das Fahrzeug ohne den Unfall hätte, ist der merkantile Minderwert.

Es gibt verschiedene komplexe und weniger schwierige Berechnungsarten den Minderwert zu ermitteln. Eine Wertminderung wird grundsätzlich nur bei Fahrzeugen mit einem Alter von bis zu 4-5 Jahren berücksichtigt. Bei älteren Fahrzeugen wird oftmals keine Wertminderung in Ansatz gebracht. Die Wertminderung liegt meist abhängig vom Verhältnis der Reparaturkosten zum Wiederbeschaffungswert zwischen 2 und 7 % des Kraftfahrzeugwertes. In den meisten Fällen ist es sinnvoll nach einem Unfall – insbesondere wenn man an diesen nicht oder nur geringe Schuld hat – ein Sachverständigengutachten einzuholen. Der seriöse und gut geschulte Gutachter/Sachverständige wird einen etwaigen Minderwert in seinem Gutachten aufführen.

Mietwagenkosten/Nutzungsausfallschaden

Auch bei den Mietwagenkosten handelt es sich um einen Herstellungsaufwand des Geschädigten nach § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB, weshalb diese grundsätzlich vollumfänglich zu erstatten sind, wenn sie erforderlich waren und den Geschädigten keine Schadensminderungspflicht trifft.

Sofern man sein Kraftfahrzeug unfallbedingt nicht nutzen kann, sich jedoch keinen Mietwagen nimmt, kann ein Nutzungsausfallschaden geltend gemacht werden. Dies sind oftmals erhebliche Beträge, meist zwischen 30 und 100 € pro Tag. Um einen Anspruch auf Ersatz der Mietwagenkosten oder eben auf den pauschalen Nutzungsausfall zu haben, müssen Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit seitens des Geschädigten gegeben sein. Diese Voraussetzungen werden seitens des Schädigers bzw. dessen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung regelmäßig unberechtigt verneint. Ihr Verkehrsanwalt wird Sie jedoch beraten, welche Voraussetzungen tatsächlich gegeben sein müssen, damit Sie Ihre Mietwagenkosten oder Ihren Nutzungsausfallschaden vollumfänglich erhalten.

Schadensfreiheitsrabatt

Hierbei ist zunächst zu unterscheiden zwischen dem Schadensfreiheitsrabatt in der eigenen Haftpflichtversicherung und in der Fahrzeugversicherung (Kasko).

Bei dem Rabatt in der Haftpflichtversicherung handelt es sich im Falle der höhere Höherstufung um einen nicht erstattungsfähigen Schaden. Dieser Schaden beruht ausschließlich darauf, dass die Haftpflichtversicherung aufgrund der Beschädigung eines Fahrzeugs oder der Verletzung einer Person Schadensersatz leistet mit der Folge, dass eine höhere Einstufung hinsichtlich der Schadensklasse erfolgt. Insofern ist eben gerade kein absolutes Recht des Geschädigten betroffen; vor diesem Hintergrund scheidet ein Ausgleich daher aus.

Beim Verlust des Rabattes in der Kaskoversicherung besteht grundsätzlich ein vollumfänglicher Anspruch gegen den Schädiger auf Ersatz des so genannten Rückstufungsschadens als Folge des Geschehens. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Geschädigte seine Kaskoversicherung in Anspruch genommen hat, allein weil die gegnerische Versicherung den Schaden nicht unverzüglich ausgeglichen hat, um weitere Folgeschäden oder die Aufnahme eines Kredits zu vermeiden.

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