Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

Von der Halswirbelprellung, über Brüche bis zu schwersten Querschnittslähmungen oder Kopf-/Hirnverletzungen, immer ist die vertrauensvolle und qualifizierte Vertretung durch einen Fachanwalt von entscheidender Bedeutung, um Ihre Ansprüche optimal durchzusetzen. Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung bei ausschließlicher Opfervertretung um Ihre Sorgen und Nöte!

Schmerzensgeld und Haushaltsführungsschaden

Schmerzensgeld

In Deutschland gibt es jährlich zirka 350.000 Verletzte und im Jahr 2011 fast 4000 Tote im Straßenverkehr. Soweit der Verletzung ein Fremdverschulden zu Grunde liegt, steht den Geschädigten ein Schmerzensgeldanspruch zu. Daneben gibt es insgesamt die gleiche Anzahl von ärztlichen Behandlungsfehlern.
Teilweise kommt es bei der Behandlung der Unfallfolgen zu ärztlichen Behandlungsfehlern. In solchen Fällen arbeitet der Fachanwalt für Verkehrsrecht mit dem Fachanwalt für Medizinrecht eng zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit Gutachtern und Ärzten ist für die Durchsetzung des Schmerzensgeldanspruchs wichtig. Der Schmerzensgeldanspruch findet seine Grundlage in § 253 Absatz 2 BGB: „Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden“.

Der Anknüpfungspunkt für die Höhe des Schmerzensgeldes ist folglich „die billige Entschädigung“, dass heißt eine angemessene Entschädigung. Aufgrund dieses dehnbaren Begriffes ist stets der Einzelfall zu betrachten und es ist umso wichtiger, dass der Geschädigte den oftmals haftenden Versicherern nicht alleine gegenüber steht.
Aufgrund der Vielzahl der Urteile und den unterschiedlichen Vorgehen der Versicherer ist es besonders wichtig, die maßgeblichen Faktoren und Urteile zu kennen, um durch Verhandlungsgeschick den für den Geschädigten bestmöglichen Betrag zu erzielen.
Neben dem Schmerzensgeld gibt es weitere in Betracht kommende Ansprüche, die oftmals – sogar von Rechtsanwälten übersehen – werden: (fiktiver) Haushaltsführungsschaden, Erwerbsschaden, Rente usw.

Ihr Anwalt für Verkehrsrecht in Bremen sorgt dafür, dass Ihre Ansprüche bestmöglichst durchgesetzt werden!

Bemessung des Schmerzensgeldes:

Folgende Faktoren spielen bei der Bemessung des Schmerzensgeldes eine wichtige Rolle


  • Art und Schwere der Verletzung


  • Intensität der Schmerzen


  • Mitverschulden

  • Verbleibende Dauerschäden


  • Behandlungsdauer (ambulant/stationär)


  • Dauer Arbeitsunfähigkeit

  • Psychische Beeinträchtigung


  • Ist meine Berufswahl eingeschränkt? 


  • Regulierungsverhalten des Schädigers


  • Wirtschaftliche Verhältnisse des Schädigers

Haushaltsführungsschaden

Sofern es infolge eines Verkehrsunfalls einen Personenschaden gibt, stellt sich die Frage, ob der Geschädigte durch die erlittenen Verletzungen in seiner Haushaltsführung eingeschränkt ist. Der Begriff Haushaltführung ist „weit“ zu verstehen. Dazu gehören zum Beispiel folgende Arbeiten: Einkaufen, Kochen, Reparatur- und Wartungsarbeiten, Wäsche waschen und aufhängen, Kinderbetreuung, Gartenarbeit, Aufräumen, Putzen, Staubsaugen usw.

Sollte eine Einschränkung in der Haushaltsführung bestehen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Der Haushaltsführungsschaden kann konkret abgerechnet werden, d.h. eine Haushaltshilfe wird tatsächlich in Anspruch genommen und die dafür anfallenden Kosten später dem Schädiger bzw. dessen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung in Rechnung gestellt.

Alternativ kann der Haushaltsführungsschaden fiktiv berechnet werden. Dazu folgendes Beispiel:

Herr A arbeitet Vollzeit. Nach der Arbeit betrug seine aufgewendete Zeit für die Haushaltsführung wochentags 2 h (Frühstück für die Tochter, Einkäufe, Reparatur und Wartungsarbeiten an Haus und Kraftfahrzeug, Beladen des Geschirrspülers, Einsortieren der Wäsche, usw.). Am Wochenende belief sich der Aufwand der Haushaltsführung auf durchschnittlich 4 h pro Tag. Insgesamt wendete Herr A vor seinem Unfall folglich 18 h pro Woche diesbezüglich auf. Aufgrund einer unfallbedingten Verletzung kann er nur noch 50 % dieser Arbeiten für die Dauer von vier Monaten ausführen. Sein Haushaltsführungsschaden beläuft sich mithin auf 9 h pro Woche. Herr A erhält den Nettobetrag einer entsprechenden Haushaltshilfe, die 9 h pro Woche arbeitet für die Dauer von vier Monaten.

Ungleich höher fällt der Haushaltsführungsschaden natürlich aus, wenn einer nicht berufstätige Hausfrau oder ein nicht berufstätiger Hausmann in seiner Haushaltsführung unfallbedingt eingeschränkt ist, insbesondere wenn die prozentuale Quote der Einschränkung hoch und die Dauer der Verletzung lang ist. Laien wissen oftmals nicht, dass es diesen Schadensposten überhaupt gibt. Versicherer klären darüber meist nicht auf. Selbst Opferanwälte beachten diesen Punkt nur unzureichend oder übersehen ihn völlig. Dies ist ein schwerwiegender Fehler, da der Haushaltsführungsschaden erhebliche Beträge erreichen kann; in manchen Fällen ist er deutlich höher als das Schmerzensgeld.

Der Haushaltsführungsschaden sollte unbedingt von einem Spezialisten berechnet werden, Ihr Fachanwalt für Verkehrsrecht sollte sie diesbezüglich beraten.

Nähere Informationen zum Schadensersatz bei Personenschäden (Erwerbsschaden, Haushaltsführungsschaden, vermehrte Bedürfnisse, etc.) und insbesondere zum Schmerzensgeld finden Sie hier:

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